Geschichte des Musikverein´s Fronhofen

Die erstmalige Erwähnung des Musikvereins Fronhofen führt uns ins Jahr 1922.

1. Reihe von links (liegend)
Martin Meschenmoser sen., August Zembrod  
2. Reihe von links (sitzend)
Konrad Reichle, Josef Haag, Karl Kees, Johann Denzler, Martin Jehle, Paul Ray, Josef Metzler, Konrad Metzler
3. Reihe von links (stehend)
Arsen Dreher, Paul Reichle, Max Vergut, Josef Hahn, Franz Oelhaf, Konrad Lupberger sen., Karl Sterk (Dirigent), Konrad Rist (Schellenbaum), Matthäus Haug, Bernhard Köser sen., 
Max Ray, Paul Frey, Gebhard Wetzel, Josef Rist

Mit gesammelten, gespendeten und zum Teil geliehenen Geldern fuhren musikbegeisterte Männer aus Fronhofen mit der Bahn nach Ulm. Dort kauften sie die ersten Musikinstrumente bei der Firma Reiser.

Unter der Leitung von Adolf Stork aus Baienbach und Vorstand Wendelin Rauch sind uns die ersten Aktivitäten des Vereins bekannt, so die Teilnahme am Blutritt in Weingarten und eine Pilgerfahrt nach Maria Einsiedeln.

Für eine nun folgende 10jährige Amtszeit übernimmt im Jahre 1923 Karl Sterk aus Egg die musikalische Führung. Eine einheitliche Uniform wurde für 28 Musiker angeschafft.

Neben zahlreichen musikalischen Auftritten sind uns auch jährliche Theateraufführungen bekannt. Vom Jahr 1933 bis 1949 dirigiert  Josef Metzler, Ergetsweiler die Musikkapelle.

Auch in Fronhofen waren die unheilvollen Jahre des 2.Weltkrieges spürbar, so dass die musikalischen Aktivitäten größtenteils unterbrochen werden mussten.

Der Beginn nach dem Kriege erfolgte unter Leitung von Oberlehrer Stöhr und Vorstand Josef Metzler zunächst zaghaft.


1. Reihe von links
August Zembrod, Martin Meschenmoser sen.

2. Reihe von links
Josef Rist, Arthur Lupberger, Hans Spindler, Florian Gindele, Gebhard Kees,
Wendelin Meschenmoser, Josef Hahn, Josef Spindler

3. Reihe von links
Max Ray, Franz Ölhaf, Josef Metzler jun., Bernhard Köser, Matthäus Haug,
Dirigent Konrad Lupberger, Josef Metzler sen., Gebhard Rössler, Josef Nägele, Josef Gessler

4. Reihe von links
Matthäus Haug sen., Karl Köser, Gebhard Schnetz, Josef Hahn sen., Arsen Dreher,
Wendelin Kühny, Martin Meschenmoser jun.

Jedoch ein Jahr später kehrte Konrad Lupberger nach langer Kriegsgefangenschaft heim und mit neuem Schwung übernahm er den Dirigentenstab.

 

Seine Amtszeit sollte nun 30 Jahre dauern. Sie war geprägt vom Geiste der Kameradschaft, gemeinsamen geselligen Unternehmungen und harter Arbeit im Bereich der Musik.  Um den stetig steigenden Bedarf an Ausrüstungsgegenständen finanzieren zu können, wurde im Jahr 1966 das 1. Sommerfest des Musikvereins veranstaltet.

1. Reihe von links
Josef Rist, Hans Spindler, Karl-Josef Jehle, August Oelhaf, Longinus Moosherrr,
Dirigent Konrad Lupberger, Martin Meschenmoser, August Brechtel, Albert Metzler,
Josef Spindler

2. Reihe von links
Erwin Harr, Alois Frey, Josef Gindele, Gebhard Rössler, Matthäus Haug, Paul Hansler,
Arthur Lupberger, Reinhold Hildebrand

3. Reihe von links
Karl Köser, Josef Kees, Manfred Jerg, Josef Vogler, Josef Metzler, Franz Metzler, Martin Oelhaf

Ein Zeichen des musikalischen Könnens bestätigt die Teilnahme der Musikkapelle 1971 am Marschmusikwettbewerb in Wolpertswende. In der neuen Uniform hinterließen sie, wie im Wertungsbericht zu lesen ist, einen nachhaltigen Eindruck und erreichten einen 1. Rang mit Auszeichnung.

Im Rahmen eines Festbankettes konnte am 17./18. Juni 1972 das 50jährige Jubiläum des Musikvereins Fronhofen in Verbindung mit dem Kinder- und Heimatfest gefeiert werden. Trotz strömenden Regens war die Reithalle bis auf den letzten Platz gefüllt.

In den kommenden Jahren sind die Chronikbücher des Vereins gefüllt mit jährlich zahlreichen Auftritten  in- und außerhalb der Gemeinde Fronhofen.

Einen Meilenstein wurde 1974 gesetzt, als man erkannte, dass nur durch gezielte Ausbildung von jungen Menschen die Kapelle gesichert werden kann. Albert Metzler und Josef Mahl übernahmen die ersten Ausbildungen. Dass dies der richtige Weg war, zeigt sich bis heute an der wachsenden Stärke der Kapelle und dem großen Interesse an der Jugendausbildung.

Die Teilnahme am Marschmusikwettbewerb 1978 in Ebersbach brachte der Musikkapelle einen weiteren Erfolg.  Mit dem Marsch  „Grüße aus dem Egerland“  von Leopold Wenzel konnte ein  1. Rang mit Auszeichnung erreicht werden. Dies sollte auch der krönende Abschluss einer Ära sein. Nach 30jähriger, äußerst erfolgreicher Tätigkeit übergab am 31.März 1979 Konrad Lupberger seinen Dirigentenstab an Albert Metzler, Ergetsweiler weiter.

Ein alter Wunschtraum des Musikvereins ging 1981 in Erfüllung. Nachdem die Kapelle ihre Musikproben jahrelang in beengten Schulräumen abhalten musste, bot sich nach dem Kauf des alten Sportheimes durch die Gemeinde die Möglichkeit, dort ein Probelokal einzubauen.

Mit einem Zuschuss der Gemeinde, Geld- und Holzspenden von Mitgliedern und Einwohnern und vielen freiwilligen Arbeitsstunden konnte am 4.10.1981 das Probelokal seiner Bestimmung übergeben werden. Es ist ein wesentlicher Verdienst vom damaligen Kapellenobmann Paul Hansler, dass der Ausbau des Proberaumes in harmonischer und gut koordinierter Weise erfolgte.

Die komplette Vorstandschaft samt Dirigenten stand 1984 zur Neubesetzung an. Für eine weitere Vereinsführung stellte sich der bisherige 2.Vorsitzende Alois Müller aus Bautzen zur Verfügung. Durch enge Zusammenarbeit zwischen Alois Müller und dem neugewählten Kapellenobmann Karl-Josef Jehle konnte am 22.02.1985 Dieter Moser aus Weingarten als neuer Dirigent und am 03.11.1985 Eugen Rist, Wengen als Vorstand verpflichtet werden.

Am 11.6.1988  fand in Waldburg das Kreismusikfest statt. Erstmalig beteiligte sich die Musikkapelle Fronhofen am Wertungsspiel in der Mittelstufe. Mit dem Stück „Mosaik in Dur und Moll“ von Sepp Tanzer konnte sie einen 1. Rang belegen. 1992 beteiligte sich die Musikkapelle beim Marschmusikwettbewerb  in Füramoos beim Kreisverbandsmusikfest Biberach. Mit dem „Ruetz“ Marsch von Erwin Trojan wurde die Note sehrgut bis gut erreicht.

1. Reihe von links
Susanne Kees geb. Vogel, Ulrike Weiß, Ingrid Zwicknagl, Helge Kruwinus, Tanja Riedel,
Ina Wolf, Sandra Müller, Diana Zembrod, Cornelia Vogel, Daniel Sauter, Kurt Ibele, Stefan Sorg, Hugo Weiß
2. Reihe von links
Dieter Moser (Dirigent), Edwin Bentele, Tamara Ross, Oskar Stotz, Pamela Ross,
Lothar Deutelmoser, Walter Stotz, Günther Brechtel, Peter Ross, Marlene Rude, geb. Harr, Rainer Brechtel, Karl-Josef Jehle,  Bruno Müller (Vorstand)
3. Reihe von links
Edgar Spindler, Johannes Münsch, Roman Ross, Reinhold Hildebrand jun.,
Reinhold Hildebrand sen., Rudolf Lupberger, Herbert Kees, Egon Spindler, Christian Krahl,
Daniel Frey
4. Reihe
Josef Gindele, Paul Reisch, Thomas Hildebrand, Christian Hörner, Edgar Kessler, Wolfgang Harr, Paul Jerg, Roland Kees, Markus Frey, Gebhard Jerg, Mathias Metzler, Joachim Müller,
Siegfried Hartl, Josef Spindler

Nach 15 Jahren wollte Dieter Moser seine Tätigkeit als Dirigent beenden. Mit Johanne Clavet wurde eine studierte Klarinettenlehrerin als Dirigentin gewonnen. Ihre Ausbildung und ihr Studium absolvierte sie in Québec / Canada. U. a. war sie von 1979 – 1987 Mitglied des Marinemusikkorps H.M.C.S. Montcalm Québec der Canadian Armed Forces und war die Dirigentin dieses Musikkorps von 1986 bis 1987.  Als Soloklarinettistin nahm Johanne 1981 an einer Konzertreise nach Deutschland, Frankreich und Belgien mit der Royal Canadian Regiment Gagetown Band teil. 1986 erhielt sie eine Einladung der Stadtkapelle Überlingen als Solistin für das Jahreskonzert. Seit 1987 lebt sie nun in Überlingen und unterrichtet als hauptamtliche Klarinette-Kammermusiklehrerin an der Musikschule Raumschaft Markdorf e.V..  Mit Schwung und Elan begeistert sie die Musikerinnen und Musiker. Dies zeigte sich besonders bei dem Wertungsspiel in Dietmannsried. Die Kapelle erhielt die Note „mit ausgezeichnetem Erfolg“ – besser geht es fast nicht!

Musik verbindet Generationen ist auf unserer Fahne gestickt.

Über die Anschaffung einer Fahne wurde in den vergangenen Jahren immer wieder leidenschaftlich diskutiert. Von 100%-iger Bejahung, über 100%-iger Ablehnung und Androhung des Vereinsaustrittes waren alle Meinungen vertreten. Im Herbst 2001 wurde dann die Anschaffung einer Fahne beschlossen. Zum Kinder- und Heimatfest 2002 lieferte die Fa. Burger die Fahne termingerecht und in einwandfreier Ausführung. Beim Festgottesdienst am 09. Juli wurde die Fahne feierlich geweiht und wurde dann von unserer Fahnenrotte mit großem Stolz zum erstenmal beim Umzug am Nachmittag durch den Ort getragen.

Durch persönliche, freundschaftliche Verbindungen zu den Nachbargemeinden wurden in den letzten Jahren mit Ebenweiler,  Blitzenreute,  Berg, Esenhausen, Ennetach, Ermingen und Taldorf  Doppelkonzerte veranstaltet. Besonders erwähnenswert ist eine schon über 30 Jahre bestehende Freundschaft zum Winzerort Dernau an der Ahr. Im 3-jährigen Rhythmus nimmt die Musikkapelle am dortigen Winzerfest teil. Für die Teilnehmer ist dies immer ein besonderes Erlebnis (bei den Meisten ohne größere Nachwirkungen!!).

Ein Sommerfest, ein Konzert im Advent, alle 3 Jahre ein Wunschkonzert und ca. 40 sonstige Auftritte in und außerhalb unser Ortschaft verlangen viel Organisation und Einsatzbereitschaft der Mitglieder.

Außerdem werden durch  den Verein turnusgemäß Altpapiersammlungen durchgeführt.

Die Musikkapelle Fronhofen weist heute eine Gesamtstärke von 60 Mann/Frau auf, ohne die ca. 30 Jungmusiker/innen  in Ausbildung, die gleichzeitig Garanten für den Fortbestand der Kapelle sind.

Der Musikverein hat etwa 250 Mitglieder, davon haben wir 18 Personen die Ehrenmitgliedschaft verliehen.


1. Reihe von links
Paul Jerg, Michael Dreher, Stefan Sorg, Hugo Weiß, Kurt Ibele, Roland Kees, Markus Frey
2. Reihe von links
Cornelia Vogel, Monika Hirschle, Oskar Stotz, Petra Trautmann, Lothar Deutelmoser,
Renate Trautmann, Martina Stotz, Margret Köberle, Tamara Ross, Johanne Clavet (Dirigentin)
3. Reihe von links
Peter Ross, Ingrid Zwicknagl, Günther Brechtel, Walter Stotz, Sabine Schlegel, Sandra Müller, Stefanie Bloching, Diana Zembrod, Hubert Ambs (2. Vorstand), Bruno Müller (1. Vorstand)
4. Reihe von links
Ulrike Weiß, Edgar Spindler, Reinhold Hildebrand jun., Johannes Münsch, Rudolf Lupberger, Roman Ross, Markus Trautmann, Daniel Frey, Rainer Brechtel, Siegfried Hartl
5. Reihe von links
Christian Hörner, Josef Gindele, Reinhold Bauhofer (etwas nach vorne versetzt),
Thomas Hildebrand, Karl-Josef Jehle, Edgar Kessler, Johannes Harr, Wolfgang Harr,
Herbert Kees, Alexander Stotz, Arthur Vogel, Gebhard Jerg, Joachim Kees 

Im Jahr 2016 übernimmt Helmut Heydt den Dirigentenstab.

Ulrich Dressel ist 1.Vorsitzender.

Michaela Erath und Gerhard Oelhaf sind seit 2018 stellvertretende Vorsitzende von Ulrich Dressel.


„Musik verbindet Generationen“ – unter diesem Motto machen wir gemeinsam Musik, erfreuen durch unsere Auftritte und pflegen die Kameradschaft.